Der gute Ruf des Zentrums für Hippotherapie ist weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. So berichteten unter anderem:
Hamburger Abendblatt Januar 2007
Welt am Sonntag Juni 2006
Hamburger Abendblatt Januar 2006
Pinneberger Tageblatt Dezember 2004
Visite NDR 3. Oktober 08
Pferd und Sport 3. Quartal 08
Hamburger Abendblatt März 2004
Artikel in der Zeitschrift Laura (Heinrich Bauer Verlag), Mai 2001
Artikel in der Zeitschrift Geo (Gruner Jahr AG), März 2001
Artikel in dem Hamburger Abendblatt, März 2001
Reportage im NDR III, Juli 2001
Nord-Pferd Ausstellung am Hippo Info Stand April 2000
Artikel:
Geo, März 2001
Titel:
Therapeuten - Wie sie Menschen heilen helfen
Wie lange es mitunter dauert erprobte Heilmodelle jenseits der Schulmedizin durchzusetzen, zeigt das Therapeutische Reiten. Popularität gewann der Einsatz von Pferden für Rehabilitation und Muskelaufbau schon durch die Dänin "Lis Hartel", die trotz Kinderlähmung und Gehbehinderung bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki eine Silbermedaille im Dressurreiten errang.
Inzwischen ist die "neurophysiologische Ganzbehandlung" hoch zu Ross weltweit etabliert und gut erforscht
Schon seit 1970 gibt es in Deutschland das Kuratorium für therapeutisches Reiten. Zurzeit arbeiten hier zulande 1100 Hippotherapeuten - und stoßen noch immer auf Arroganz und Ignoranz approbierter Doktoren.
Pferde-Stärke für die Muskeln Im Hippotherapiezentrum Pinneberg hat die schwerbe-hinderte My Lin das Gehen gelernt. Durch den wiegendend-rhythmischen Schritt-Takt werden auf dem Pferderücken genau die Muskeln von Patienten bewegt und gestärkt, die beim Gehen die wesentliche Rolle spielen.
Im ruhigen Rhythmus bewegen sich "Aldato" und "Orfeo" Runde für Runde durch die Reithalle in Pinneberg bei Hamburg. Auf ihrem Rücken wiegen sich an diesem Nachmittag junge und alte Patienten mit ganz unterschiedlichen Diagnosen. Hippotherapie hilft nach Schlaganfälen und bei Multibler Sklerose, sie ist gut für Spastiker und bei Schädel-Hirn-Traumen, die neurologische Ausfallerscheinungen hervorrufen.
Dass das Schwingen im gleichmäßigem Takt der Seele wohltut, ist eine willkommene Nebenwirkung. Ausschlaggebend ist die Schrittbewegung des Pferdes, die sich auf Becken und Rumpf des Patienten überträgt. Anders als bei einer krankengymnastischen Behandlung, bei der sich höchstens zwei Ebenen gleichzeitig stimulieren lassen, schwingt der Körper der Patienten hier dreidimensional mit: vorwärts-rückwärts, links-rechts, aufwärts-abwärts. Dabei werden genau die geschädigten Muskelgruppen und Nervenstrukturen angeregt. Das fördert bei Patienten mit Lähmungen Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und die Regulierung des Muskeltonus. In manchen Fällen sind erstaunliche Erfolge zu erzielen. Der siebenjährige Nico, der Anfangs auf dem Pferd nur liegen konnte hat innerhalb eines Jahres erst Rumpf- dann Kopfkontrolle gewonnen; das hat ihm die Koordination im Raum ermöglicht. Heute sitzt er stolz aufgerichtet auf dem Pferd und balanciert dabei freihändig mit den Armen.
Der Instinkt der Pferde, die darauf bedacht sind, den eigenen Schwerpunkt immer unter den des Reiters zu bringen, sorgt für optimale Haltung. "Bisher ist es nicht gelungen ein gleichwertiges mechanisches Gerät zu entwickeln", sagt Christiane Heipertz-Hengst, die an der Universitätsklinik Frankfurt forscht und lehrt.
Hippotherapie wird von Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung geleitet und muß ärztlich verordnet werden. "Aber viele Ärzte wissen immer noch nicht, was wir eigentlich machen. Die denken, sie verschreiben eine schöne Freizeitbeschäftigung", sagt Hannelore Benke vom Hippotherapie Zentrum Pinneberg. Zur Abhilfe haben sie und ihre Kollegin Ute Ramcke 1999 eine Fortbildung zu organisieren versucht. "Wir haben 150 Einladungen verschickt, an Ärzte in der Umgebung und an Krankenkassen-Sachbearbeiter. Es kamen sieben Antworten, davon vier Absagen."
"Behinderten fehlt die Lobby, man steht im Grunde alleine da", erzählt ein Vater bitter, der gegen die Windmühlen der Medizin-Bürokratie gekämpft hat, um seiner Tochter die halbstündigen Sitzungen zu ermöglichen. Dennoch setzt sich langsam die Einsicht durch, wie tauglich Pferde auch über die Rehabilitation hinaus als Therapeuten sind. Bei geistig behinderten, lernbehinderten und verhaltensauffälligen Kindern bewährt sich, was im fachterminus "heilpädagogisches Reiten und Voltigieren" heißt. Die Welt vom Pferderücken aus zu erleben, bietet "Eine neue Perspektive, die sonst unerreichbare Räume erschließt".